Spannung pur gegen Traun 2

Noch immer euphorisiert nach den zwei Heimpunkten gegen den amtierenden Vizemeister wollten die Urfahraner gegen Traun 2 weiterhin dem starken Startprogramm in die Saison trotzen und auch auswärts gegen Traun 2 punkten.

Die Vorzeichen waren für das Trainergespann alles andere als gut: Mit Hubsi, Armin und Maxi fehlten gleich 3 Etatmäßige Rückraumspieler. Dafür bekamen die Flügelflitzer Berlin und Nino die Chance auf den Halbpositionen Verantwortung zu übernehmen. Dies ergab zwangsmäßig Platz auf den Flügeln, wo sich die junge Garde, welche bereits beim Hubert Fürstberger Cup auf sich aufmerksam machen konnte, mit dem gefühltem Neuzugang Ratzi aka Spreißel um die Einsatzminuten auf der Platte schlugen.

Die Partie startete sehr ausgeglichen: Der Gästemannschaft war die ungewohnte Zusammenstellung auf der Aufbaureihe kaum anzumerken, dennoch taten sich Urfahraner Recken schwer, gegen die großgewachsene Abwehr zu guten Torchancen zu kommen. Die Heimmannschaft aus Traun spielte die bekannten Spielzüge runter, welche auf die wurfgewaltigen Rückraumspieler zugeschnitten waren. In dieser Phase zeichnete sich Fabian Wagner im Tore viele Male mit hervorragenden Paraden aus und stellte so eine Art Lebensversicherung für die Urfahraner dar. Nach 16 umkämpften Minuten stand es 6 zu 6. Es folgte eine besser Phase der Hausherren, welche mit drei Toren in Serie wegzuziehen drohten. Die Urfahraner zeigten allerdings Moral und holten mit ebenfalls drei Toren im Gang wieder auf und hatten zur Halbzeit sogar mit 10:11 leicht die Nase vorn.

Die zweite Halbzeit war mit vielen Fehlpässen und Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Die Urfahraner suchten oft zu schnell den Abschluss oder den Pass auf Frido am Kreis und die Trauner zerbissen sich am zweiten Goalie, in Form von Christoph „Spinne“ Karl, die Zähne aus. Bis zur 50ten Minute gelang es den Traunern allerdings sich einen Vorteil zu verschaffen und sie führten mit  22:19. Zwei Faktoren waren in der Endphase entscheidend: Zum einen die Hereinnahme von Fabian im Tor, nachdem Spinne zur Mitte der zweiten Halbzeit vermehrt unglücklich Tore kassierte und zum Anderen konnte sich Youngster  Paul „Pudding“ Winter mit einer unglaublichen Nervenstärke in den letzten, wichtigen Minuten präsentieren und bescherte Urfahr, zusammen mit einem erstarkten Nino Erlinger die letzten 5 Tore der Partie. Deswegen stand es eine Minute vor Schluss Gleichstand. Nach einer Auszeit vom Heimcoach war klar, die Trauner können die Uhr nicht mit einem Angriff bis zum Ende der Spielzeit runterlaufen lassen. Ein Wurf musste also kommen: Diesen konnte die Urfahraner Defensive allerdings entschärfen, eine sofortige, sehr kluge Auszeit vom Gästecoach Hayden folgte: 10 Sekunden waren übrig, bei gleichzeitiger Überzahl für die Urfahraner. Leider brachte der letzte Angriff nicht mehr das ersehnte Tor für die Recken aus dem Norden von Linz, mit der Leistung können sie aber allemal zufrieden sein.

Der neutrale Zuschauer konnte in diesem Spiel sehr gut die Stärken der diesjährigen Urfahraner Mannschaft erkennen: Neben einer sehr guten Leistungsdichte, welche es möglich macht auch mehrere Ausfälle zu kompensieren, steht eine Mannschaftliche Geschlossenheit im Vordergrund. Dadurch gelang dem letztjährigen Gewinner des unteren Playoffs bereits 3 Punkte gegen drei Gegner, welche in der letzten Saison alle Ihren Platz im oberen Playoff gefunden hatten.

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