„Ah. Fortune smiles. Another day of wine and roses. Or, in your case, beer and pizza!“ Zitat, Two-Face

Wäre der ASKÖ HC Urfahr ein Bösewicht aus dem Batman-Universum wäre er wohl ohne Frage der ehemalige Bezirksstaatsanwalt von Gotham City, Harvey Dent, besser bekannt unter dem Namen Two-Face. Fast wirkt es so, als wenn vor den Spielen gegen die junge Landesliga Truppe des HC Linz AG eine Münze geworfen wurde, welche über die Leistung des Handballkollektivs aus Urfahr entschieden hat.

Das erste Spiel, am Freitag daheim in der Harbachschule, startete sehr unglücklich für die Urfahraner. Trotz einigen schnellen Ballgewinnen, Paraden und Torchancen versäumten es die Urfahraner durch Ungenauigkeiten im Abschluss bereits zu Beginn um drei bis vier Tore wegzuziehen. Gertreu dem Motto, „wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten“, konnten sich die Gäste nun durch einige gelungene Angriffsaktionen einen Vorsprung herausarbeiten, stetig angetrieben vom ehemaligen Urfahraner Moritz „Guppi“ Bachmann, welcher es auf der Mitte mit seinen Bruder Max „Amando Fischoni“ zu tun bekam. Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis zur Pause, vor allem dadurch begünstigt, dass die Hausherren sich zwar gute Chancen erspielen konnten, es jedoch verabsäumten diese auch in Zählbares umzumünzen. (Halbzeitstand: 9:11)
In der zweiten Halbzeit bestätigten sich dann die Vermutungen, dass die Münze vor dem heutigen Spiel auf der dunklen, zerkratzten und verbrannten Seite gelandet war. Trotzdem die Urfahrener weiter gut mithalten konnten, blieben die Tore aus. Viele gute Chancen wurden Liegengelassen, kein Urfahraner schien heute sein Zielrohr richtig eingestellt zu haben. Ab der 45 Minuten zerfiel das Spiel der Heimmannschaft und die Linzer Gäste konnten sich leichte Tore holen. Der Endstand war dementsprechend enttäuschend und absolut nicht dem Leistungsniveau der Urfahraner entsprechend: 18:32.

Zum Rückspiel, direkt am darauffolgenden Montag, hatten sich die Urfahraner demzufolge einiges Vorgenommen. In Abwesenheit vom Coach Hayden wollten sie in jedem Fall die Schmach wieder gut machen und ein konzentriertes Spiel abliefern. Bereits von Beginn an wurde den Spielern bewusst, die Münze schien heute die Seite gewechselt zu haben. Wo beim Hinspiel noch sehr gute Chancen ausgelassen wurden, fanden diesmal auch weniger geeignete Würfe ihren Weg ins Tor. Zur Halbzeit konnten sich die Urfahraner demnach einen guten Vorsprung erspielen: 16:21.
Die zweite Halbzeit lief in ähnlichem Stile weiter, auch wenn die klassischen 10 Minuten wieder Einzug im Spiel der Gäste hatten. Dies führte dazu, dass die Jungen Linzer nochmal Lunte rochen. Letztendlich war dem ASKÖ HC Urfahr der Sieg aber nicht mehr zu nehmen. Ob bei dem Endstand womöglich der dunkle Rächer höchstpersönlich, in Form von Interimscoach Christopher Oppolzer, seine Finger im Spiel hatte, kann nur vermutet werden. In jedem Fall war er erstaunlich deutlich und für die Urfahraner versöhnlich: 27:34.

Durch dieses Ergebnis ist der dritte Platz im Meister Play-Off nun wieder möglich. Vorraussetzung dafür ist ein Sieg im letzten Spiel der Saison gegen den AHC Wels. Es bleibt also spannend.

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